Anfang Juni. Die Sonne ist bereits untergegangen. Schwere Wolken schieben sich langsam in den Vordergrund. Wie der „standhafte Zinnsoldat“ steht der hölzerne Strommast da und schaut sich das Schauspiel aus seiner Perspektive an. Morgen früh wird er mich wieder begrüßen…

Inzwischen findet die Stromversorgung per Erdkabel statt. Der alte Strommast aus Holz war überflüssig geworden. Er wurde gekappt, und die Kabel entfernte man. Aber der untere Teil ist noch vorhanden. Da der Mast in das Dach einer Werkstatt eingebaut war, und dieses noch vorhanden ist, blieb die „Wurzel“ noch im Boden. Es ist natürlich keine richtige Wurzel. Deshalb ist es voraussichtlich nicht zu erwarten, dass sie irgendwann noch mal austreibt, und somit ein neuer Mast entstehen kann…